Ronalds Notizen

Mittwoch, 30. November 2011

Houd de deur gesloten

Abgelegt unter: Reisen und Länder, Leben und Arbeiten, Sprache und Austausch — Ronald @ 22:09

PlanV-Uitgeest

„Houd de deur gesloten, a.u.b./s.v.p.!“, so oder ähnlich steht es auf den Schiebetüren zwischen den Wagen der Nederlandse Spoorwegen, der Niederländischen Eisenbahnen. Das kann man allerdings nur lesen, wenn die Türen geschlossen sind!

Ein Zustand wie im wahren Leben: Man erkennt etwas erst dann, wenn es bereits eingetreten ist. Und man sieht das nicht, was man besser getan hätte …

Montag, 28. November 2011

140 Zeichen (12)

Abgelegt unter: 140-Zeichen-Texte, Technik und Umwelt, Lyrik und Prosa — Ronald @ 23:44

Lautsprecher (Microsoft Clip Art)

Ruhe bewahren

„Bitte bewahren Sie Ruhe“, schallt es schrill aus den Lautsprechern, „die Lautsprecheranlage ist defekt! Bitte bewahren Sie Ruhe, die …“

Keep calm

“Please keep calm,” resounds shrilly from the speakers, “the speaker system is broken! Please keep calm, the speaker system…“

Freitag, 25. November 2011

Outsourcing

Der Autor macht sich seine Gedanken zu einem Begriff, der seit etwa den 1980er-Jahren auch hierzulande bekannt wurde: Outsourcing.

Laut dem Wikipedia-Artikel „Outsourcing“ gibt es für den Ursprung des Worts zwei Erklärungen:

  1. Ableitung aus den englischen Begriffen „out“ (aus, draußen) und „source“ (Quelle, Ursprung) und
  2. Zusammenfassung des englischen Begriffs „Outside resource using“ (Quelle von außen benutzen). (Diese Erklärung scheint allerdings fast ausschließlich in der deutschsprachigen Literatur zu finden zu sein und wird als rein deutsche und fehlerhafte Erfindung kritisiert.)

Jedenfalls sind laut Wikipedia mit Outsourcing „alle Aktivitäten gemeint, die zu einer Verlagerung von Leistungs- oder Teilerstellungen nach außen“ und damit zu einer Auslagerung von Arbeitsplätzen und zu einer „Abgabe von Unternehmensaufgaben und -strukturen an Drittunternehmen“ führen. Mein Duden, letzte, 25. Ausgabe, sagt, dass der Begriff aus der Wirtschaft stammt und „Übergabe von bestimmten Firmenbereichen an spezialisierte Dienstleistungsunternehmen“ bedeutet und outsourcen „ausgliedern, nach außen verlegen“.

Bei der Wahl zum deutschen Unwort des Jahres 1996 wurde der Begriff „Outsourcing“ von der Jury als „Imponierwort, das der Auslagerung/Vernichtung von Arbeitsplätzen einen seriösen Anstrich zu geben versucht“, bezeichnet, ergänzt Wikipedia. Allerdings nicht zum Unwort des Jahres gewählt, das wurde in diesem Jahr „Rentnerschwemme“, erinnere ich.

Das zur Bedeutung. So weit, so gut.

Wir kennen auch den Begriff „Human Resources“ für „Arbeitskräfte, Mitarbeiter eines Unternehmens“. Im zweiten Teil, der „(Betriebs-, Hilfs-)Mittel“ bedeutet, kommt auch das englische Wort „source“ vor. Wenn wir das Wort „Ressourcen“ eingedeutscht und alleine verwenden, schreiben wir es übrigens mit zwei s, da das Wort aus dem Französischen kommt und dort so geschrieben wird, empfahl mir mein Duden so nebenbei.

Und wir kennen das Wort „Humankapital“, das laut Duden die „Gesamtheit der wirtschaftlich verwertbaren Kenntnisse von Personen“ bezeichnet und 2004 sogar zum Unwort des Jahres gewählt wurde. „Human capital“ (englisch) steht für „Menschenkapital“.

Hm! Hat human nicht auch etwas mit Menschsein, Menschlichkeit zu tun?

Man könnte also Outsourcing frei mit „aus mit der Quelle“, „die Quelle ist draußen“ übersetzen und, wenn man boshaft wäre, mit „raus mit der Quelle“.

Wenn ich aber eine Quelle entferne, was sollte ich davon haben? Ich meine, diese ganzen Informationen hier ohne Quellen? ICH ohne (m)eine Quelle? Ohne meine Arbeitskräfte, mein menschliches Kapital?

Undenkbar, denke ich mir! Käme nie auf die Idee, mich oder Teile von mir auszu-, Pardon: outzusourcen (meine Rechtschreibkorrektur schlägt nicht an, also ist diese Schreibweise wohl erlaubt), nur um Kosten zu sparen!

Wer wäre ich dann noch?

(Siehe hier auch „Azubi oder Praktikant?“)

Mittwoch, 23. November 2011

Azubi oder Praktikant?

Abgelegt unter: Markt und Wirtschaft, Leben und Arbeiten — Ronald @ 19:19

Von moderner Arbeitsmarktpolitik und praxisnahem Personalmanagement-Wissen

Mann hinter Rechner (Microsoft Clip Art)

Das Klima auf dem Arbeitsmarkt verschärft sich immer mehr. Nicht nur, wem „aus betriebsbedingten Gründen“ gekündigt und wer darauf arbeitslos wurde, sondern auch viele im Berufsleben Stehende wissen ein Lied von der modernen Arbeitsmarktpolitik und der Wirtschaft zu singen. Es wird alles getan, um Personalkosten einzusparen. Eine Webseite liefert Vergleiche, ob zur Einsparung lieber ein Auszubildender (Azubi) oder ein Praktikant eingestellt werden sollte, und zeigt damit die Maxime der Sparsamkeit auf dem modernen Arbeitsmarkt selten so deutlich: Das Wort von der „Generation Praktikum“ wird plausibel.

Unsere Arbeitsmarktpolitik treibt seltsame Blüten. Firmen und Banken entlassen trotz riesiger Gewinne Personal. Ganze Abteilungen werden „outgesourct“ (welch herrliche Sprachschöpfung, siehe dazu hier auch „Outsourcing“), die noch Beschäftigten arbeiten bis zum Burn-out, der zur Corporate Identitiy geworden ist. Neueinstellungen sind nicht in Sicht, und bevor es darum geht, doch jemanden einzustellen, wenn es zu eng wird, startet zunächst der Kosten/Nutzen-Abgleich. „[…] schnell stellt sich die Frage, kann ich mir überhaupt einen Mitarbeiter leisten?“ (Zitat: PERWISS). Der „Spezialbeitrag für Webdesigner zum Einsatz von Arbeitskräften, um dem eigenen Zeitmangel zu begegnen“ (Zitat: „description“ der Seite im Head-Bereich des Seitenquelltexts) „Zeitmangel als Webdesigner = falsches Personalmanagement?“ des von der MA&T Unternehmensberatung betriebenen Portals „PERWISS Praxisnahes Personalmanagement-Wissen“ bietet einen solchen Abgleich an. Dort können sich Arbeitgeber — hier am Beispiel eines selbstständigen Webdesigners — orientieren, ob sie lieber einen Praktikanten, einen Auszubildenden, einen Freelancer, einen 400-Euro-Jobber (Minijobber) oder eine Vollzeitkraft einstellen sollten. Denn „Praktikant, Azubi, Freelancer oder gar eine Vollzeitkraft — egal für welches Beschäftigungsverhältnis sich entschieden wird, eine Abwägung der Vor- und Nachteile sollte unbedingt erfolgen.“

„Ganz gleich für welches Beschäftigungsverhältnis sich entschieden wird, sollte berücksichtigt werden, dass neben dem Bruttogehalt weitere Kosten wie Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Steuern und Kosten für die Bereitstellung von Betriebsmitteln, anfallen können“, heißt es dort weiter. Und diese Kosten werden ausführlich aufgerechnet, einschließlich natürlich des Zeitfaktors hinsichtlich des Urlaubsanspruchs und möglicher Fehlzeiten durch Krankheit etc.

Selten wird die Maxime der Sparsamkeit auf dem modernen Arbeitsmarkt so offensichtlich und „praxisnah“ wie dort dargestellt! Das Wort von der „Generation Praktikum“ wird plausibel. Eines haben die Betreiber vom praxisnahen Personalmanagement-Wissen allerdings vergessen: den Zeitarbeitsmarkt! Mal kurz jemanden billig einstellen, um sie/ihn bei Nicht-Bedarf problemlos wieder zu entlassen. Wie konnte das nur einem Portal passieren, das doch so wirtschaftlich denkt! Doch nicht ganz so praxisnah?

Siehe auch:
Untersuchungsergebnisse des Instituts Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen
„Berlin weitet die Minijobs aus“: Arbeitsmarkt: Mehr vom Falschen | Wirtschaft | ZEIT ONLINE
Ronalds Notizen: „Bewerbungen“ und „Soziales Klima immer eisiger

Sonntag, 20. November 2011

Image Source

Abgelegt unter: Computer und Internet, Zitate, Bloggen — Ronald @ 20:42

Von fehlerhaft generiertem Code beim Einbau eines Bilds

Eine Fehlermeldung auf einem Profil in einem sozialen Netzwerk (Bildschirmschnappschuss)

Wer auf seiner Internetpräsenz ein Bild oder gar ein Video einbauen will, kann schnell an seine Grenzen stoßen: Das Bild ist zu groß, zu klein, das Video lässt sich nicht öffnen oder im schlimmsten Fall erscheint stattdessen nur ein seltsamer, für den Laien unleserlicher Code! Wer ein Profil in einem sozialen Netzwerk hat oder ein eigenes Blog führt, sollte sich eigentlich darauf verlassen können, dass eine solche Aktion automatisch von diesem ausgeführt wird. Dass diese aber keineswegs eine Garantie dafür bieten, dass das Einfügen eines Bilds auch tatsächlich zufriedenstellend funktioniert, zeigt das Beispiel eines Rundschreibens auf Myspace, wobei dieses Netzwerk sage und schreibe fast 15 Seiten unnützen Code produzierte — mit dem Ergebnis, dass das Bild dann doch nicht erschien!

Grafiken und Bilder werden mit dem HTML-Tag <img> eingebaut, dazu ist mittels des HTML-Parameters <img src=”Dateiname.Format”> auf die Bildquelle, die „Image Source“ zu verweisen. HTML-Editoren bzw. -Generatoren wie Dreamweaver oder FrontPage, Content-Management-Systeme (CMS) sowie soziale Netzwerke und Blogs, die meist auf CMS aufbauen, übernehmen das Erstellen des Codes automatisch. Oder sollten es zumindest! Dass dem nämlich keineswegs immer so ist, zeigt das Beispiel eines Rundschreibens des ansonsten von mir sehr geschätzten Musikers Otis Taylor: Anstatt das von ihm gewünschte Bild einzubauen, generierte Myspace sage und schreibe fast 15 Seiten sinnlosen Code, der hier verkürzt wiedergegeben wird — das Einfügen des kompletten Codes hätte diese Notiz gesprengt! Eine Druckversion (PDF, 432 KB) habe ich aber hochgeladen und weitere Beispiele von kuriosen HTML-Fehlern dürfen mir gern zugesandt werden.

Hier also der Auszug:

<img src=”..image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEU
gAAALQAAADpCAIAAAACv4pMAAAgAElEQVR4nOy89XMceZboO3/Eu2+
mbUmFArvdONOzswM9bRIWM6hEZgZZlmTJYkaDbIvJ1G5j
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HByHH+mGZRx8AAtAIZAADDq0ziD1VmEILM4hwiCwDLAMADUH1n8FB8f
NwUEjRyPH/QQO9t9w/EvgYObuPveBZn+mm7dwcAAsAovAIYMMiQyBFIkMiQ
yN6DA5HIcchw4tvrMrb/+dI+MDOBjgGIfi36L5ixcwd7nc3K4PDv83HP974OA
+hMOhEga
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fk/EBHMDB3OFz8q+/if+nym/e3f13cHC/AMd7w+4wDzQi/bHl+Dk
czFvL8Q9+3MzPZc7MwD/c9S+/X/9XyW8+9ugf/3AZeBeRvPU7+IE4YgiKQ
YZ5t4tDZs6twPsY9h9Y/p9ywP4yKB/Kv/x+/V8lv3kbQ/ySSX8PhyPIwLexKgL7NuRkqb
dx5ccBKYNz/shBhmMvO3cO7h1ADpnzMpQju/mpG8J34c4vx//ln8qHB/q6S
cOhfko1aQd8Sb7Vvc0AzQFNAM0B/
RPyMAPDv8IDu6jxHUuCOXgfQjCIeMIWWjkaGT+UXz6bzj++XB
wP4NjzsgjUMycRgFJFhy6pBBnCZplOOQQaBoYFuyUgwbkkLADi
0jYgaEBOUQOEXB6xoaAwCHHIkVxLCKBYEOYRphBmEWOQiQ5kqZ
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