My Home is my Castle!

Zehn Möglichkeiten, sich bei neuen Nachbarn unbeliebt zu machen

Sie wollen umziehen oder sind es gerade? Hier zehn Möglichkeiten, sich bei neuen Nachbarn unbeliebt zu machen. Sofort und für immer!

Sie wollen umziehen oder sind gerade in eine neue Wohnung gezogen. Alles schön und gut, wenn es da nicht nur diese neuen Nachbarn und Hausbewohner gäbe! Hier finden Sie zehn Möglichkeiten, sich bei neuen Nachbarn unbeliebt zu machen, sofort und für immer:

  1. klempnerZiehen Sie an einem Sonntag um! Am besten schon früh morgens, und später bohren und hämmern Sie noch bis spät in die Nacht. Am Montag soll schließlich alles fertig sein! Sonntagsruhe? Was juckt Sie das! Und außerdem total out; wer geht schließlich noch sonntags in die Kirche?
  2. Stellen Sie sich nicht bei Ihren neuen Nachbarn und Mitbewohnern vor! Natürlich auch dann nicht, wenn Sie nicht gerade in ein Hochhaus mit Dutzenden von Mietern gezogen sind, sondern in ein Wohnhaus mit einer überschaubaren Mieterschaft. Sie werden schon früh genug von ihnen/Ihnen mitbekommen!
  3. Das gilt auch dann, wenn Sie Ihren neuen Nachbarn zum ersten Mal begegnen! Werfen Sie ihnen beim ersten Mal einfach nur ein Hallo vor, das soll reichen. Schließlich machen das heutzutage alle und überall so!
  4. Verkehrszeichen 254: für Radfahrer verbotenSie und gegebenenfalls Ihre Familie haben alle Fahrräder. Im Hausflur stehen bereits zwei oder drei Stück, da muss Ihres/müssen Ihre auch noch Platz finden! Zur Not auch auf dem Fußabtreter im Eingangsbereich des Hauses, direkt vor den Briefkästen im Hausflur, vor dem engen Abgang zu Keller und Garten usw.
  5. Selbstverständlich erlauben Sie später auch Ihren Besuchern, ihre Räder im Hausflur abzustellen; Raum ist schließlich in der kleinsten Hütte!
  6. Wenn Sie sich die Mühe gemacht hätten, sich zu erkundigen, wie die Abfalltrennung funktioniert, wüssten Sie es. Haben Sie aber nicht! Sie werfen einfach alles bunt durcheinander: Papier, Karton, Rest- und Bio- zum Verpackungsmüll, Bioabfälle in Plastiktüten in die Biotonne, benutzte Windeln zum Altpapier usw. Ist Ihnen alles zu umständlich oder kompliziert, und außerdem sollen die Verlierer in der Abfallsortierung doch auch mal was arbeiten!
  7. Ein Paketbote mit PaketenSie gehören zu denen, die alles irgendwo bestellen, aber natürlich nie zu Hause sind, wenn die Päckchen und Pakete geliefert werden. Aber für die Annahme sind ja die Nachbarn da, denen im Übrigen auch nicht zu danken ist. Sollte heutzutage selbstverständlich sein, so was!
  8. Selbstverständlich fällt Ihnen auch nicht auf, dass Sie mit Ihren ganzen Kartons, die Sie am besten unzerkleinert zum Altpapier werfen – wenigstens wissen Sie, dass Kartons zum Altpapier gehören! –, die entsprechende Tonne seit Ihrem Einzug schon wieder fast voll ist, kaum dass sie geleert wurde. Das gilt wegen Ihrer Nichtsortierung natürlich auch für die anderen Tonnen!
  9. Sich mal erkundigen, wie die Reinigung von Hausflur, Treppenhaus usw. geregelt wird? Was soll das? Selbst der Schmutz, den Sie beim Einzug oder regelmäßig mit Ihrem Fahrrad/Ihren Fahrrädern oder dem Kinderwagen ins Haus bringen, juckt Sie nicht. Irgendwer wird wohl dafür zuständig sein!
  10. Überhaupt: Nachbarn! Was jucken die Sie? Sie wollen Ihre Ruhe, auch wenn Sie selbst nicht zu den Ruhigsten zählen. My home is my castle! Und da haben Nachbarn nichts zu suchen!

Weitere Vorschläge, gern aus eigenen Erfahrungen, erwünscht, und siehe hier beispielsweise auch: „Wäsche vor dem Fenster“ und „Die Rüpel sind immer die anderen!“!

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Über Ronald

Kein Selbstdarsteller, aber auf Stellensuche, daher: Schriftsetzer, Korrektor/Lektor, Weiterbildungen zum Mediengestalter/Desktop-Publisher und zum Online-Redakteur. 11 Semester Germanistik, viele Jahre Erfahrung als Schauspieler und als Sprecher sowie als Perkussionist brasilianischer Musik und als Fußball-Torwart. Mehr? Seite „Zum Autor“!

Kommentare

My Home is my Castle! — 5 Kommentare

  1. Oh oh, schlechte Erfahrungen gemacht…!
    Wenn Berufstätige am Wochenende einziehen, sollte man ihnen schon Verständnis entgegenbringen. Vielleicht ist es anders nicht organisierbar. Sie müssen ja nicht unbedingt sonntags früh um 8 Uhr bohren.
    Alles Gute mit den neuen Nachbarn für die Zukunft!

    • Nun ist auch noch das eingetreten, was ich angesichts nachlässiger Mülltrennung schon lange befürchtet habe: Nachdem ich mich schon wunderte, warum die (hier gelbe) Leichtverpackungstonne seit Wochen nicht geleert wurde, habe ich mich am Freitag zunächst auf der Website der Frankfurter Entsorgungs- und Service-GmbH (FES) im dortigen Abfallkalender über die Leerungstermine schlau gemacht. Siehe da: Diese Tonne hätte einen Tag vorher geleert werden sollen!

      Also habe ich dort angerufen und musste hören, dass diese Tonne seit dem 1. März „vermüllt“ ist, also einen zu hohen Anteil an Inhalten aufweist, die dort nicht hineingehören, und daher nicht mehr ordnungsgemäß geleert wird, sondern kostenpflichtig mit einer Restmüllabfuhr. Diese muss allerdings vom Vermieter, hier: von der Hausverwaltung, beantragt werden, die wiederum diese Sondergebühren am nächsten Jahresanfang auf die Nebenkostenabrechnungen ALLER Mieter aufschlagen wird!

      Kein Wunder (siehe Punkt 6): Was zuletzt in die gelbe Tonne geworfen wurde, spottete jeder Beschreibung: Katzenstreu, Lebensmittelreste und immer wieder Schreib- und anderes Papier sowie Kartons von Lebensmitteln, dazwischen dann auch noch das, was dort tatsächlich hineingehört!

      Ich habe im Hausflur einen Zettel aufgehängt mit der dringenden Bitte, dass die Verursacher/-innen (die mir übrigens teilweise bekannt sind sind; ich habe sie sogar schon auf ihre mangelnde Sorgfalt bei der Mülltrennung angesprochen!) sich bei der Hausverwaltung melden, diese Sonderleerung beantragen und sich bereit erklären, die Kosten zu übernehmen. Sonst bleibt diese Tonne nämlich für alle Ewigkeit hier ungeleert stehen.

      Mal sehen, was nun passiert …

  2. Oh je, das hört sich nach Ärger an.

    Bei uns ist es so, dass wir gelbe Säcke haben, die bei Bedarf (Antrag/Kosten) in einer gelben Tonne gesammelt werden können bis zur Abfuhr. Dafür muss man sie dann aber aus der Tonne ausladen und als Säcke an die Straße legen (Anderswo soll es auch mit Tonne an die Straße gestellt werden können).
    Für Biomüll (pflanzliches!) haben wir eine braune Tonne. Für Restmüll haben wir eine weitere und für Papier haben wir sogar drei große Tonnen (u.a. massenhaft Papierreklame). Das klappt bei uns auch ganz gut. Unsere neuen Mieter haben das schnell kapiert. Ich habe sie auf das Wie einmal kurz angesprochen, da sie nicht aus unserem Landkreis kamen (ist ja überall anders organisiert).

    Eigentlich müsste bei euch doch auch mindestens eine Tonne für Restmüll parat stehen. Bei uns kann man auch Extra-Müllbeutel kaufen, wenn man mal mehr Restmüll hat und auch gelbe Säcke über die jährliche automatische Abgabe hinaus bekommen.

    Bei uns wird alle 14 Tage oder alle 4 Wochen geleert. Das ist dann unterschiedlich teuer und hängt auch von der Anzahl der Bewohner ab, genau wie die Tonnengröße.

    • Eine braune Tonne für Biomüll, aus der ich aber auch schon beispielsweise in Plastikverpackungen eingeschweißtes Fleisch/Obst/Gemüse herausgefischt habe (sonst hätten wir das Problem auch schon dort gehabt), eine grüne Tonne für Altpapier, das es allerdings kaum noch zu geben scheint (siehe die Stelle im Beitrag über Pakete, weshalb diese Tonne oft von Kartons überfüllt ist), und eine graue Tonne für den Restmüll haben wir hier natürlich auch! Es ist also alles nur eine Sache der Information und des guten Willens bei der Mülltrennung, woran es hier bei den Verursacherinnen grandios hapert.

      Im Weiteren ist es übrigens auch so, dass der Inhalt dieser vermüllten Verpackungstonne nach der Leerung verbrannt wird und deswegen die Arbeit der Leute, die ihren Abfall vorher getrennt hatten, „umsonst“ war!

      Und apropos „grandios hapern“: Eine Mieterin vor langer, langer Zeit brachte es sogar fertig, gleich ganze Gläser vergammelter Gewürzgurken in die Biotonne zu stellen! 🙂

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