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Gleich und Gleich … — 3 Kommentare

  1. Bei­des hat mei­nes Erach­tens seine Berechtigung. 

    Gleich und gleich kann töd­lich lang­wei­lig sein und Gegen­sätze kön­nen das Leben sehr schwer bis unmög­lich machen. 

    Krampf­hafte Deckungs­gleich­heit ist allein schon wegen des Kramp­fes ein Pro­blem. Ver­krampft fin­det man nichts. Los­las­sen und locker blei­ben und man wird gefun­den bzw. fin­det, viel­leicht wenn man es am wenigs­ten erwar­tet. (manch­mal sicher ver­dammt schwer)

    Auf jeden Fall lebt es sich locker unverkrampfter 🙂

    Im Übri­gen besteht das Leben ja nicht nur aus (poten­ti­el­len) Partner/​inne/​n. Auch auf dem Weg dort­hin gefun­dene Freund­schaf­ten und sons­tige Kon­takte sind eine Berei­che­rung. Wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel. 

    Ein Part­ner und dann? Bei gleich und gleich und „immer alles zusam­men unter­neh­men“ besteht die Gefahr, dass sich eine/​r irgend­wann erdrückt fühlt. (Man­che mögen es. Dann ist es gut. Ich kenn so ein Paar…) Was ist, wenn eine/​r sich plötz­lich irgend­wo­hin wei­ter­ent­wi­ckelt und der/​die andere nicht? Wo bleibt die Gleich­heit? Gleich­heit um jeden Preis? Um wel­chen Preis?

    Ein b i s s c h e n Unter­schiede in Mei­nun­gen und Auf­fas­sun­gen kön­nen dazu füh­ren, dass das Gespräch nicht abebbt, wenn beide sich das Recht auf eine evtl. abwei­chende Mei­nung zuge­ste­hen. Gesprä­che sind für Bezie­hun­gen das Salz in der Suppe. An der Sprach­lo­sig­keit schei­tern viele. (Spre­chen n i c h t n u r über All­täg­li­ches, Organisatorisches)

    Bezie­hun­gen z.B. bei Unter­schie­den in der Her­kunft kön­nen funk­tio­nie­ren. Aller­dings muss man an die Wider­stände der Fami­lien den­ken, denn die jewei­lige Fami­lie des Partners/​der Part­ne­rin beein­flusst kon­ti­nu­ier­lich das Paar und wenn die erste Ver­liebt­heit abge­ebbt ist, was ganz nor­mal ist, dann ist die Frage, ob die Bezie­hung auch Stö­run­gen aus­hält. (Die Fami­lien sind schließ­lich nicht inein­an­der ver­liebt und sehen den/​die Neue/​n mit ande­ren Augen) 

    Im Übri­gen ist die Lebens­dauer heute wesent­lich län­ger als noch vor Jahr­zehn­ten. Die Lebens­ver­hält­nisse sind zudem unüber­sicht­li­cher gewor­den. Arbeits­wege sind manch­mal so lang, dass kaum noch gemein­same Zeit bleibt. Über­stun­den und fami­li­en­feind­li­che Arbeits­zei­ten tun ein Übri­ges. In Zei­ten hoher Arbeits­lo­sig­keit hal­ten viele still und akzep­tie­ren not­ge­drun­gen schlechte Bedin­gun­gen. Fle­xi­bi­li­tät in der Arbeits­welt hat auch im Pri­vat­le­ben sei­nen Preis, reißt Fami­lien aus­ein­an­der. Wenn die Groß­el­tern weit weg sind, wächst der Druck auf die Klein­fa­mi­lien und manch­mal hal­ten sie dem nicht mehr Stand…. Die Unüber­sicht­lich­keit kommt auch dadurch zustande, dass heute kaum noch jemand in dem Beruf in Rente geht, den er/​sie mal gelernt hat. Was das für die Zeit dazwi­schen ins­be­son­dere für Fami­lien bedeu­tet, kann man sich mit etwas Phan­ta­sie aus­ma­len. Die Opfer all des­sen sind die Kin­der. Und wenn man dann bedenkt, dass heute fast jeder 10. im Lande irgend­wel­che Sozi­al­leis­tun­gen bezieht….

    Man könnte sicher noch mehr zu dem Thema schreiben…

    • Natür­lich besteht das Leben „ja nicht nur aus (poten­ti­el­len) Partner/​inne/​n“, aber sowohl im Arti­kel der Autorin wie auch in mei­nem Bei­trag geht es um Part­ner­schaf­ten oder gar Liebe! Und der Frage, „ob die Bezie­hung auch Stö­run­gen aus­hält“, muss sich frü­her oder spä­ter jedes Paar stel­len, egal, ob bei glei­cher oder „bei Unter­schie­den in der Her­kunft“! (Ten­denz heut­zu­tage scheint bei Auf­tre­ten sol­cher „Stö­run­gen“ dann doch eher die Tren­nung zu sein …)

      Dass man aber „gefun­den (wird) bzw. fin­det, viel­leicht wenn man es am wenigs­ten erwar­tet“, ent­spricht auch der Erfah­rung des Autors.

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