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Don’t Be a Sucker – Lass dich nicht verführen! — 7 Kommentare

  1. Das ist ein klei­ner Film, den ich bis­her nur als Aus­schnitt kannte (wobei das Ori­gi­nal nun wirk­lich nicht lang ist), der unter die Haut geht, wenn man bedenkt, was heute bei uns und auch vie­len ande­ren Län­dern los ist. 

    Über­all wird aus­ge­grenzt, wird einer gegen den ande­ren aus­ge­spielt und so die Gesamt­heit der Bevöl­ke­rung in viele kleine unter­schied­li­che Grup­pen geteilt, die man (erst dadurch) gegen­ein­an­der aus­spie­len kann. Seit­dem es etwa seit 2015 viele Flücht­linge in Deutsch­land gibt, wird stän­dig so getan, als ob sie den Obdach­lo­sen und Armen im Lande etwas weg­neh­men. Und wer der Obdach­lo­sen und Armen im Lande gedenkt und mit­lei­dig (und ein biss­chen naiv) ist, der wird sagen „Ja, rich­tig. Zuerst unsere Obdach­lo­sen oder Armen“ (so wie es heute auf der ande­ren Seite des gro­ßen Teichs heißt „Ame­rica first“). Und? Wür­den die Armen oder die Obdach­lo­sen 1 Cent mehr bekom­men, wenn wir uns nicht für Fücht­linge ein­set­zen wür­den? Nein, aber wir hät­ten unsere Mensch­lich­keit sehr in Frage gestellt, wenn wir die flie­hen­den Men­schen umkom­men lie­ßen (wie wir es heute in Mit­tel­meer und Wüste lei­der tun). Glei­ches kann man bei ande­ren The­men beob­ach­ten (ob Min­dest­lohn, Min­dest­rente (also Absi­che­rung des Exis­tenz­mi­ni­mums), Kin­der­be­treu­ung usw.).

    Viele soll­ten den Film sehen. Man sollte ihn mit deut­schen Unter­ti­teln im frü­hen Abend­pro­gramm des öffent­li­chen TV bringen.

    • Danke für dei­nen Kom­men­tar; dem ist eigent­lich nichts hin­zu­zu­fü­gen! Wenn ich aller­dings die Idee auf­greife, den Film „mit deut­schen Unter­ti­teln im frü­hen Abend­pro­gramm des öffent­li­chen TV [zu] brin­gen“, wird mir im Vor­aus schon ganz schlecht, wenn ich an die bösen Kom­men­tare von wegen „Staats­fern­se­hen”, „Umer­zie­hung“, „Zen­sur“, „Mei­nungs­frei­heit“ und ähn­li­che, womög­lich sogar schlim­mere denke.

      • Da hst du voll­kom­men recht. Aber…. soll man vor die­ser Kli­en­tel zurück­wei­chen? Erreicht man nicht doch ein paar Men­schen, denen viel­leicht nur noch nicht das Licht auf­ge­gan­gen ist? Ent­lar­ven sich die Schmutz­fin­ken nicht auch, wenn sie Dreck schleu­dern? Am Gefähr­lichs­ten sind m.E. die, die Kreide fres­sen und mit Pseu­do­ar­gu­men­ten kommen.
        Ich weiß auch nicht, wie man sich am bes­ten ver­hält. Ich kom­men­tiere immer gegenan, wenn ich rechts­ra­di­ka­les Gedan­ken­gut z.B. in Face­book lese. Ich muss nur immer auf­pas­sen, dass ich nicht zu viel Lebens­zeit damit ver­brenne, denn viel­leicht legen es einige ja auch dar­auf an, Linke oder Lin­kere (im Ver­gleich zu ihnen) zu beschäf­ti­gen und zu frus­trie­ren und ob man es mit einem ech­ten Men­schen am ande­ren Ende zu tun hat, ist ja lei­der auch nicht mehr sicher. Auf der ande­ren Seite lesen meine Kom­men­tare ja auch Men­schen, die ich viel­leicht davon über­zeu­gen kann, dass meine Mei­nung zumin­dest rich­ti­ger ist (ich bin nicht so ein­ge­bil­det zu mei­nen, dass ich immer abso­lut recht habe).

    • Noch ein klei­ner Nach­trag zu mei­ner ers­ten Ant­wort. Lei­der waren die US-Ame­ri­ka­ner selbst auf dem bes­ten Wege zu einem faschis­ti­schen Staat, und das gar nicht so lange nach dem Ende des Zwei­ten Welt­kriegs, näm­lich wäh­rend der McCar­thy-Ära, die sich durch Ver­fol­gung ech­ter oder ver­meint­li­cher Kom­mu­nis­ten und deren Sym­pa­thi­san­ten aus­zeich­nete und von 1947 bis etwa 1956 dau­erte. Tho­mas Mann, der als Folge sei­ner Flucht vor dem deut­schen Faschis­mus seit 1938 in den USA lebte, emp­fand diese Anhö­run­gen vor dem „Komi­tee für uname­ri­ka­ni­sche Umtriebe“ (House Com­mit­tee on Un-Ame­ri­can Acti­vi­ties) als Vor­stufe zum Faschis­mus: „Spi­ri­tual into­le­rance, poli­ti­cal inqui­si­ti­ons, and decli­ning legal secu­rity, and all this in the name of an alle­ged ‘state of emer­gency.’ … That is how it star­ted in Ger­many.“ (1952, zitiert nach dem lesens­wer­ten Arti­kel des New Yor­ker: „The Frank­furt School Knew Trump Was Com­ing“ vom 5. Dezem­ber 2016).

      1950 ver­öf­fent­lich­ten Theo­dor W. Adorno und Max Hork­hei­mer, die auch bereits im Exil in den USA leb­ten, die sozio­lo­gi­sche Stu­die „The Aut­ho­ri­ta­rian Per­so­na­lity“ (Die auto­ri­täre Per­sön­lich­keit), die auf der Befra­gung von 2000 US-Ame­ri­ka­nern beruhte und die Vor­ur­teils­struk­tu­ren und den Zusam­men­hang von Auto­ri­täts­gläu­big­keit und Faschis­mus unter­suchte. Der erwar­tete Zusam­men­hang zwi­schen der Aus­prä­gung von Anti­se­mi­tis­mus, Eth­no­zen­tris­mus und poli­tisch-öko­no­mi­schem Kon­ser­va­tis­mus wurde darin weit­ge­hend bestä­tigt. Die Wei­ter­ent­wick­lung der darin ver­wen­de­ten soge­nann­ten „F-Skala“ für faschis­ti­sche Ten­den­zen (der Wiki­pe­dia-Arti­kel) zeigt, dass der heu­tige US-Prä­si­dent Trump und seine Wäh­ler­schaft mit dem Motto „Make Ame­rica Great Again“ durch­aus faschis­ti­sche Züge aufweisen.

  2. Die Ent­wick­lung – welt­weit – ist erschre­ckend. Faschis­mus oder Vor­läu­fer /​ Ten­den­zen all­über­all. Wie ist das nur mög­lich? Warum ler­nen die Men­schen nicht dazu? ;'(

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