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(Ohne Titel 2) — 6 Kommentare

  1. „ohne Titel“ gefällt mir.
    Es ist eine Last mit den Titeln.

    Ges­tern errei­chen… – jemand sagte mir sinn­ge­mäß: Es ist alles bereits Ver­gan­gen­heit, wenn es geschieht.
    Dann wäre ein ‚ges­tern noch errei­chen‘ – etwas wie festhalten?

    • Der Moment, in dem etwas geschieht, ist (noch) Gegen­wart! Aber viel­leicht geht es hier weni­ger um „fest­hal­ten“ als mehr um die Tat­sa­che, dass es Momente im Leben gab, in denen man sich rück­bli­ckend gerne anders ver­hal­ten und was dem Leben dann eine ganz andere Rich­tung gege­ben hätte? Von den vie­len ver­pass­ten Chan­cen und nicht offen­bar­ten Ver­liebt­hei­ten ganz zu schweigen …

      Für mich ist es sel­ten „eine Last mit den Titeln“, nur ein­mal fiel mir par­tout kei­ner ein: (Ohne Titel). Beide Titel­lose sind, neben­bei bemerkt, wie eigent­lich alle ers­ten Ein­träge hier schon (weit) mehr als zwan­zig Jahre alt.

  2. mir fiel dazu eine Geschichte von Paulo Coelho ein:

    „K r e u z w e g e

    Der Meis­ter sagt:
    „Die Weg­kreu­zung ist ein hei­li­ger Ort. Hier muss der Pil­ger eine Ent­schei­dung tref­fen. Daher schla­fen und essen die Göt­ter für gewöhn­lich an einer Wegkreuzung. 

    Wo sich Wege kreu­zen, kon­zen­trie­ren sich zwei große Kräfte – die des Weges, der gewählt wird, und die des Weges, der ver­wor­fen wird. Beide wer­den für einen kur­zen Augen­blick zu einem Weg. 

    Der Pil­ger kann aus­ru­hen, ein wenig schla­fen und sogar die Göt­ter befra­gen. Doch nie­mand kann für immer dort blei­ben. Ist die Wahl ein­mal getrof­fen, muss er wei­ter­ge­hen, ohne über den Weg nach­zu­den­ken, der nicht ein­ge­schla­gen hat. Sonst wird die Weg­kreu­zung zu einem Fluch.“

    (aus „Der Wan­de­rer – Geschich­ten und Gedan­ken – von Paulo Coelho, Diogenes)

    Also pil­gern wir durch das Leben. Der Weg ist das Ziel, heißt es ja.

      • Wenn es ges­tern nicht bes­ser wird, kann es mor­gen nur schö­ner wer­den und irgend­wann ist mor­gen ges­tern, aber dann kann es nicht bes­ser wer­den, als es ges­term schon war… (CT)

  3. Pingback:Später – Ronalds Notizen

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