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Zur Erhöhung der Konfusion — 3 Kommentare

  1. Ach ja, die Übersetzungen, an denen hapert es ja so oft, nicht nur in Gebrauchsanleitungen, die Dingen beiliegen, die in China hergestellt wurden.

    Zu Linux habe ich ein etwas zwiespältiges Verhältnis. Ich habe zwar schon zu Zeiten von SuSE 6 Punkt irgendwas eine Faszination für dieses Betriebssystem empfunden, und Ubuntu mit all seinen Derivaten ist natürlich heute bedeutend einfacher bedienbar, aber man kann nicht sagen, Linux hätte nicht auch so seine Tücken.

    Ich habe schon vor der Schwierigkeit gestanden, ein von Hand, also nicht übers Repository oder wie man das nennt, installiertes Programm restlos entfernt zu kriegen. Mit viel Gefummele nach dem Lesen etlicher Tipps und Tricks hat es irgendwann geklappt. Aber da muss ich schon sagen: In Windows hätte ich einfach den Restmüll von der Festplatte gelöscht und noch vorhandene Einträge in der Registry entfernt. Bei Linux hat man dagegen immer mit diesen Paketabhängigkeiten zu kämpfen. Dennoch mag ich Linux sehr gerne, und neben (K/L/X)Ubuntu gibt es etliche andere schicke Distributionen.

    Tja, die Konfusion, um die es in deinem Artikel geht, sie scheint ja doch seit Anbeginn der Computertechnik ein fester Bestandteil ebendieser zu sein. Sehen die Computer uns Menschen etwa als ihre Feinde an? Ich weiß es nicht, aber es könnte so sein. Denn wie sagte schon, wenn auch in anderem Zusammenhang, Winston Churchill (ich glaube jedenfalls, dass er es war): »Wenn du deinen Feind nicht besiegen kannst, verwirre ihn!« Der alte Schwerenöter.

    Oh Gott, wir werden alle sterben, wenn die Maschinen uns Menschen als Feinde ansehen!

    • Apropos Übersetzungen: Mein erster Gedanke war auch, dass es sich um einen Übersetzungsfehler handeln könnte, nur leider bedeutet confusion im Englischen dasselbe wie bei uns, wobei es allerdings auch eine Konnotation mit „Verwechslung“ gibt, die aber hier kaum vorliegen dürfte.

      Das Installieren und vor allem das Aktualisieren von Programmen gestaltet sich unter Ubuntu wesentlich einfacher als unter Windows, und das eben dank der Repository! In diesem Monat hatte ich bislang bereits acht Tage, an denen automatische Aktualisierungen anstanden — wie viele hatte es bei dir? (Siehe hierzu auch den bereits oben im Beitrag verlinkten Artikel „Proprietäre vs. Open-Source-Software“!) Und das Deinstallieren gestaltet sich ebenso dank der Repository höchst einfach, das Bereinigen der Registry mit dem Programm BleachBit, einer Art erweiterter (und besserer!) Datenträgerbereinigung, effektiver als unter Windows, wo ich oft genug wie die Reste von Installationen mühsam aus der Registrierungsdatenbank löschen musste. Letzte verwaiste Einträge finde und lösche ich endgültig mittels des Werkzeugs GtkOrphan.

      Was die schicken Distributionen angeht, so läuft Linux Mint schon länger Ubuntu den Rang ab, weil es ein Startmenü hat, wie es auch bei Windows üblich ist, was besonders Umsteiger mögen. Das Zitat allerdings ist wohl kaum von Churchill; es lautet auch eher: „Wenn du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn dir zum Freund“, und ist eine Volksweisheit. Der Sinn deines Zitats könnte eher auf alte chinesische Kriegsweisheiten nach Sunzi, auch als Sun Tsu, Sun Tzu oder Sun Tse transkribiert, zu verweisen.

  2. Ich will nur sagen, dass jedes Betriebssystem Stärken und Schwächen hat. Fehlerfrei ist keins, zumindest kann es immer Hardware-/Software-Konstellationen und -konfigurationen geben, in denen das Betriebssystem sozusagen den Kopf verliert.

    Updates sind doch unter Windows ebenso simpel zu bewerkstelligen. Das Betriebssystem aktualisiert sich von alleine, falls man es so eingestellt hat, und die Anwendungsprogramme weisen einen auch in aller Regel darauf hin, dass sie auf den neuesten Stand gebracht werden wollen. Wenn die Deinstallation hapert, ist das den schlecht programmierten Anwendungsprogrammen bzw. deren Deinstallationsroutinen anzulasten. Ich persönlich finde es halt unter Windows leichter als unter Linux, in so einem Fall dann damit klarzukommen.

    Ich sitze ja nun nicht regelmäßig an meinem Linux-Computer, aber es stimmt schon, da wird immer viel Zeug aktualisiert. In Zeiten von High-Speed-Internetverbindungen normalerweise kein Problem. Linux Mint ist wohl ziemlich ressourcenhungrig, aber eben auch sehr schick und benutzerfreundlich. Meine Favoriten neben Lubuntu sind derzeit elementary OS und Solus OS.

    Zum Zitat:
    Tja, vielleicht hat Garfield das gesagt, oder mein Englischlehrer damals auf dem Gumminasium hat Unsinn verbreitet, ich weiß es nicht mehr. Aber der Sinn ist ja, dass durch einen Überraschungseffekt beim Gegner man selbst Zeit gewinnt oder man durch die beim Gegner/Feind verursachte Verwirrung und damit verbundene Handlungsunfähigkeit man eben selber zuschlagen kann. Das ist nicht gerade pazifistisch, aber es gelingt eben auch nicht immer, den Feind zum Freund zu machen.

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