Ronalds NotizenLeben und arbeitenKeine Karriere machen

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Keine Karriere machen — 1 Kommentar

  1. Alles schön und gut, nur leider hat wohl nicht jede berufstätig sein müssende Person auch die Möglichkeit, sich die Traum-Arbeitsstelle auszusuchen, wo nur nette Kolleginnen und Kollegen sind, die Arbeit einen nicht zu sehr stresst, nervt und ermüdet und man in keinerlei Gewissenskonflikte gerät – falls es in einer durch und durch kapitalistischen Gesellschaft so eine Arbeitsstelle überhaupt gibt, doch zumindest dürfte sie schwer zu finden und dann sogar auch noch vakant sein.

    Und wenn ich überhaupt eine Stelle gekriegt habe, muss ich freilich auch versuchen, sie zu halten, wobei ich mich vielleicht nicht unbedingt per „Gesetz des Ellenbogens“ gegen Konkurrenten durchsetzen muss, aber ganz bestimmt muss ich mich durch besondere Arbeitsleistungen hervortun, um bei der nächsten Entlassungs- oder Zeitarbeiter-Abmeldewelle möglichst nicht dabei zu sein.

    Schön, wenn Menschen überhaupt in der Lage sind, sich zu entscheiden, ob sie Karriere machen wollen oder nicht – aber ich denke, es gibt genug andere, die diese Wahlmöglichkeit überhaupt gar nicht erst haben, weil es erst mal ums nackte finanzielle Überleben geht. Das sollte in den ach so tollen Ratgebern vielleicht auch mal erwähnt werden.

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