Ronalds Notizen

Montag, 31. Mai 2010

Sehtest

Abgelegt unter: Erotik und Sexualität, Zitate — Ronald @ 2:43

Dies ist ein Sehtest:

Sehtest

Kleiner Tipp: Wer den Text auf dem Bild nicht erkennen kann, hat möglicherweise ebendieses darauf erklärte Problem und sollte, um den Text doch erkennen zu können, die Augen etwas zusammenkneifen!

(aus einer an mich gesendeten Präsentation)

Sonntag, 30. Mai 2010

Bergab

Abgelegt unter: Lyrik und Prosa — Ronald @ 0:23

Im Brote meines Angesichts
schmilzt der Tag dahin.
Kam einst aus dem großen Nichts
und geh auch bald dorthin.

Verfüge nicht kein Weltenreich,
ist mir auch kein Schloss.
Reichtum ist mir ach so gleich,
es folgt mir auch kein Tross.

Ein jeder Tag ist einerlei,
die Farbe blättert ab
und Zeit verrinnt wie Blei.

Ein Grau mir große Zweifel gab,
das Glück ist zweierlei:
Es geht doch stets bergab.

Mittwoch, 19. Mai 2010

Como dizer “quero te conhecer” …

Abgelegt unter: Reisen und Länder, Lyrik und Prosa, Liebe und Beziehungen, Zitate — Ronald @ 22:28
Não pergunte as horas
Pergunte o sentido da vida
O que ele sente
E se duvida
Da existência da felicidade
Pergunte se ele gosta
De andar na areia no fim da tarde
Se lê Rimbaud
E se gosta de samba
Pergunte a ele o que achou
Da última exposição no MAM
E o que acha do seu sorriso
Se gostaria de acompanhá-la
Em uma viagem sem destino pelo litoral
Até a cidade de Canoa Quebrada
Que é uma “vila” de pescadores no Ceará
Onde a gente esquece o tempo
E que por isso você não perguntou as horas

(Aus einem handgedruckten Kalender, den angehende Künstler/-innen in Salvador da Bahia, Brasilien — oder war es Rio de Janeiro? — auf der Straße verkauften, um ihre Ausbildung zu finanzieren. Jede/r hatte ein Kalenderblatt zur freien Gestaltung. Dies stammte, soweit ich mich erinnere, von einer Ballettschülerin. Die Übersetzung:

Wie jemandem sagen: „Ich möchte dich kennenlernen“

Frage nicht nach der Uhrzeit. Frage nach dem Lebensgefühl, wie er sich fühlt und ob er an der Existenz des Glücks zweifelt. Frage, ob er es mag, am späten Nachmittag am Strand entlangzugehen, ob er Rimbaud gelesen hat und ob er Samba mag. Frage ihn, wie er die letzte Ausstellung im Museum für Moderne Kunst gefunden hat und wie er dein Lächeln findet, ob er es mögen würde, dich auf eine Reise ohne Ziel an der Küste entlang zu begleiten, bis zur Stadt Canoa Quebrada, das ein Fischerdorf in Ceará ist, wo man die Zeit vergisst und weswegen du auch nicht nach der Uhrzeit fragtest.

Eine fast identische Version fand ich auch unter CAIXA DE PALAVRAS: COMO DIZER “QUERO TE CONHECER”. Und eine Galeria de fotos de Canoa Quebrada, wo es mir auch gefallen könnte …)

Donnerstag, 13. Mai 2010

Das große Eszett

Abgelegt unter: Sport und Spiele, Sprache und Austausch — Ronald @ 23:19

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) geriert sich gerne als (moralisches) Vorbild nicht nur für unsere Jugend. Er engagiert sich einerseits gegen Rassismus und Neonazismus, andererseits werden schon einmal spielende Angeber (oder umgekehrt), die den ausgestreckten Mittelfinger gegen das Publikum zeigen, oder unbequeme Torhüter aus dem erlesenen Kreis der Nationalmannschaft ausgeschlossen.

Weder eine Vorbildfunktion noch eine glückliche Hand beweist der weltweit größte Sportverband beim Bedrucken der Trikots der Spieler Stefan Kießling und Kevin Großkreutz, denn es scheint sich nicht bis zum DFB herumgesprochen zu haben, dass es, im Gegensatz zur Überschrift, kein großes Eszett gibt! Wie sonst ist es zu erklären, dass, wie vorhin im Spiel gegen Malta gesehen, ihre Namen darauf als „KIEßLING“ und „GROßKREUTZ“ angegeben werden, da doch „KIESSLING“ oder „GROSSKREUTZ“ in der Majuskelschreibung, falls diese denn unbedingt sein muss, korrekt wäre?

Da das SZ nur noch in Österreich gebräuchlich und wegen dessen nationalmannschaftlicher Nichtqualifizierung in keiner der Sprachen der während der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft vertretenen Länder vorhanden ist: Wie stellt sich der DFB vor, dass deren Namen von anderen Nationen entziffert und gesprochen bzw. geschrieben werden sollen, sofern ihre Träger an diesem Ereignis teilnehmen werden? Etwa „Kiebling“ und „Grobkreutz“?

Es soll hierbei kein Trost sein, dass dieser Fehler anscheinend nicht auszurotten ist und nicht nur der DFB darauf hereinfällt, auch dann nicht, wenn das große Eszett inzwischen in den internationalen Unicode-Zeichensatz für Computer aufgenommen wurde, obwohl es es eigentlich gar nicht gibt …

Dienstag, 4. Mai 2010

Sie haben gewonnen!

Abgelegt unter: Verschiedenes — Ronald @ 22:31

„Sie haben gewonnen!“ tönt es vollmundig am Telefon. Daraufhin sülzt mir eine Stimme ins Ohr, dass ich ein nagelneues Cabrio gewonnen habe und dass ich den Gewinn nun doch bitte „am besten sofort“ unter einer Rufnummer, die früher mit 0190 und jetzt mit 0900 beginnt, bestätigen möchte.

Wer so leichtgläubig war und diese schon einmal angerufen hat, weiß, dass außer Spesen nix gewesen ist. Selbst dran schuld, wer darauf hereinfällt!

Das alles wäre keine Notiz wert, wenn mir beim letzten dieser Anrufe nicht die Stimme von irgendwoher bekannt vorgekommen wäre. Die habe ich doch schon öfter gehört, und zwar nicht nur bei Gewinnmitteilungen am Telefon!

Inzwischen bin ich nah dran. War da nicht kürzlich etwas von Walter Moers im Radio? Und wenn ich das Timbre der Stimme auf meinem Anrufaufzeichner mit denen auf YouTube vergleiche, ist das nicht die Stimme dieses bekannten Schauspielers, Komikers, Moderators und Sprechers, dessen Stimme auch in vielen Kinderhörspielen auftaucht? Jedenfalls ist die Ähnlichkeit verblüffend!

Freundchen, sollte ich dich enttarnen, werde ich nicht zögern, deinen Namen hier zu veröffentlichen! Aber schon jetzt solltest du dich schämen, deine Stimme für so etwas herzugeben!

Ach, übrigens: Christian Brückner ist es nicht. Aber der ist auch weder Komiker noch Moderator noch scheint er das nötig zu haben …

läuft stressfrei mit WordPress ( WordPress.de )