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Nudeln und Toilettenpapier — 11 Kommentare

  1. Seit dem die Sache mit Corona in den Medien ist, frage ich mich, wie viel davon Panik und wie viel berechtigt ist. Sicherlich muss man in epidemischen Zeiten auf Gesundheit und bestimmte Maßnahmen beachten und Rücksicht nehmen. Aber das nun das gesamte öffentliche Leben still stehen soll, lässt doch ein paar Fragen offen. Heute nun habe ich durch Zufall folgenden Beitrag gesehen und frage mich inzwischen, wer an den Maßnahmen verdient, wer Vorteile davon hat.

    Also: ich bin für Hände waschen, für weniger engen Kontakt zu anderen Menschen, dafür, dass man schneller zu Hause bleibt, wenn man erkältet ist, um nicht alle Kolleginnen / Kollegen anzustecken.
    Aber wenn es nicht mehr ist als eine Grippe, die jedes Jahr im Lande ist….? Also die Grippe habe ich vor einigen Jahren bereits überlebt.

    [Verweis zum Video entfernt, weil es inzwischen immer mehr kritische Stimmen dazu gibt und es mehr zu Verwirrung statt zu Aufklärung beiträgt; siehe z. B. Süddeutsche Zeitung: „Krankheiten – Alles ‚Panikmache‘? Thesen eines Lungenarztes im Faktencheck“ und Mimikama: „Die Ansichten des Dr. Wodarg – Coronavirus-Maßnahmen übertrieben?“. Der Administrator]

    • Ich weiß nicht, was ich von diesem Video und diesem Dr. Wolfgang Wodarg halten soll. Entweder ist das riesengroßer Leichtsinn und Verharmlosung erster Güte oder aber er wird irgendwann recht behalten. Bis dahin sind aber weder Panikmache noch Verharmlosung wünschenswert. Dass sich unter den Kommentatoren auch die üblichen Verschwörungstheoretiker befinden, qualifiziert das Video auch nicht gerade.

      Allerdings wollte ich mit meinem Beitrag auch eher auf die humoristische Komponente und den Irrsinn der Panik hinweisen und nicht darauf, „wie viel davon Panik und wie viel berechtigt ist“! Und übrigens: Vorhin hatte ich erneut kein Toilettenpapier mehr bekommen, und das schon am frühen Nachmittag! Ich stelle mir vor, wie die Leute schon morgens vor der Öffnung der Läden dort Schlange stehen und sich dann um das Klopapier prügeln. Das halte ich für bedenklicher, in meiner Vorstellung aber auch für ziemlich witzig – wenn es nur nicht so ernst wäre!

      • Zum Thema Wodarg hier ein Text des Klimaforschers Stefan Rahmstorf, der sich seit langem mit Klimawandelleugnern herumschlägt und mit deren Argumentationsmustern bestens auskennt:

        “Ich erkenne daher die Machweise und Argumentationsmuster solcher Beiträge, die ein Laienpublikum davon überzeugen sollen, böse Wissenschaftler würden aus Eigeninteresse Panikmache betreiben, und in Wahrheit sei alles komplett anders als die Wissenschaft sagt. Das Video von Wodarg ist eben gerade kein ernst zu nehmender Beitrag zu einer Sachdiskussion unter Experten – unter denen es selbstverständlich auch ein Spektrum unterschiedlicher Einschätzungen gibt.”
        https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/wissenschaftsleugnung-in-zeiten-von-corona/

        • Der von mir inzwischen entfernte Verweis auf ein YouTube-Video wies zwar auf ein anderes als das im Rahmstorf-Beitrag besprochene hin, aber dessen Tendenz ist identisch. Von einer erneuten Verlinkung möchte ich daher aber absehen.

          Danke für die Ergänzung, allerdings bitte ich die Leserschaft auch darum, zukünftig keine Kommentare mehr bezüglich irgendwelchen Wodarg-Beiträgen abzugeben. Thema hier ist nicht er, sondern Nudeln und Toilettenpapier!

  2. Weder Panik noch Verharmlosung…
    Für die Kommentatoren unter dem Beitrag kann ja der betreffende Arzt nichts. Zumindest hat er ja eine durchaus interessante Vergangenheit als Facharzt, Seuchenspezialist, Politiker bis auf EU-Ebene.

    Die Sache mit dem Toilettenpapier ist aber schon richtig ärgerlich. Ohne Nudeln könnte ich ja klarkommen, aber Klopapier braucht man ja doch hin und wieder. Habe heute gelesen, man könne dafür die BILD nehmen, aber davon wird das Hinterteil blutig (bei dem was alles drin steht )

      • Ein solches hat nur so gut wie niemand, ich auch nicht. Die Vorzüge eines Bidets konnte ich allerdings in Nordafrika (ehemalige französische Kolonien) genießen. Zur „groben Vorreinigung“ wäre aber selbst dort Klopapier zu empfehlen (ein Bidet dient nur zur endgültigen Reinigung). Und das finde ich seit über einer Woche nicht mehr!

  3. Mit Nudeln war der kleine Bioladen bei mir in der Nähe zumindest vor zwei Wochen noch gut bestückt. In den Supermärkten sind hingegen neben Nudeln auch diverse Konserven, Mehl und auch Tiefkühlprodukte recht rar geworden.

    Was mich wundert ist, dass es überall noch reichlich Alkoholika zu kaufen gibt. Warum hamstern das die Leute denn nicht? Ich meine, häusliche Charantäne ohne Bier oder so wäre doch auch nicht schön, für manche Menschen gar unerträglich, oder wie jetzt?

    • Nudeln aus dem Bioladen sind für den Durchschnitts-Hamsterer auch viel zu teuer, ähnlich den anfangs in den Supermärkten noch reichlich vorhandenen Vollkornnudeln. Aber zum Thema Alkoholika: Deswegen empfehle ich unten in meiner Notiz auch die Alternative zu Nudeln und Toilettenpapier „Kalsarikänni: sich betrinken wie ein Finne“!

      Übrigens habe ich kürzlich aufgeschnappt, dass bei den Franzosen zurzeit Wein und Kondome hoch im Kurs sein sollen. Was sagt der Vergleich mit dem, was bei uns gehortet wird, nur über unser Land aus?

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