Mit dem Begriff der Heimat ist es so eine Sache — je nachdem, aus welcher Perspektive die Heimat gesehen wird: von innen oder von außen. Also aus dem Land selbst, das einem Heimatland ist, oder von außen, zurückdenkend an das, was einmal das Heimatland war. Aufgrund der derzeitigen Flüchtlingsdebatte sei hier daran erinnert, dass zu Zeiten, die noch gar nicht so lange her sind, hunderttausende von Deutschen vor einem Unrechtsregime flüchten mussten. Genauso, wie es heute Menschen aus anderen Regionen gezwungen sind. Zitate, die sich mit „Heimat“ beschäftigen.
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Archiv der Kategorie: Lyrik und Prosa
Ein Paketbote zu viel!
Ein (noch nicht gedrehter) Fernseh-„Tatort“ aus Münster
„Wir begrüßen Sie aus dem Millerntor-Stadion in Hamburg zu unserem heutigen Topspiel der Zweiten Fußball-Bundesliga! Zwei Traditionsklubs stehen sich heute gegenüber: …“
Endlich! Weiterlesen →
Gulaschsuppe
Denn diese sind nicht trunken, wie ihr wähnet, es ist doch erst die dritte Stunde am Tage […]
(Petrus in: Die Apostelgeschichte des Lukas, Abschnitt 2, Verse 15—17)
Die Wirklichkeit ist Halluzination, die durch den Mangel an Alkohol entsteht.
(aus dem Film „Ein Hund kam in die Küche“ von Xaver Schwarzenberger)
Aus dem Schwarz vor Herberts Augen kristallisierte sich eine Farbe heraus. Ein Universum aus Schwarz wurde zu einem dunklen Blau, dann zu Purpur, Violett und schließlich zu Weiß. Nur: Warum musste während dieses Farbenrausches gerade jetzt jemand mit einem Presslufthammer die Straße bearbeiten? Weiterlesen →
Zitate über das Alter(n)
Eine Sammlung verifizierter Zitate über das Alter(n), sortiert nach „klassischen“ Zitaten und solchen aus der Neuzeit: Weiterlesen →
Angst versus Glück
Eine Sammlung von Zitaten über Angst versus Glück bzw. Liebe:
Die Kraft zur Angst und die zum Glück sind das gleiche, das schrankenlose, bis zur Selbstpreisgabe gesteigerte Aufgeschlossensein für Erfahrungen, in der der Erliegende sich wiederfindet.
(aus Theodor W. Adorno: Minima Moralia, Frankfurt am Main 1951) Weiterlesen →
Schimpfen mit Shakespeare
Wollten Sie nicht schon immer einmal jemanden so richtig gepflegt beschimpfen? Und das geradezu literarisch? Mit Shakespeare? Schimpfen mit Shakespeare! Hier finden Sie eine Hilfestellung. Der Kabarettist Urban Priol hat es vorgemacht!
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Ein Tormann hat Angst
oder Die letzte Aktion des Spiels
Nichts kann sich so schnell verändert haben. Ein einziger Augenblick nachlassender Aufmerksamkeit kann doch ein Schicksal nicht so unwiderruflich besiegeln. Von wegen. Einen Augenblick braucht es, mehr nicht. Danach gibt es kein Zurück.
(aus Tristan Egolf: Monument für John Kaltenbrunner, Frankfurt am Main 2000 u. a.)
Und Fußball ist nun mal mein Metier, und es ist ein Metier, in dem man per se durch den Job Menschen in Extremsituationen erlebt.
(Ronald Reng während der öffentlichen Veranstaltung „HörSalon“ des NDR über den „Fußball-Triumph und seine Folgen“ vom 18. Mai 2015 aus dem Bucerius-Kunst-Forum in Hamburg)
Ein Tormann in Aktion: Hans Tilkowski während der Fußballweltmeisterschaft 1966 im Spiel gegen Argentinien (Autor: El Gráfico/Wikimedia Commons)
Es ist kalt und ungemütlich auf dem Fußballplatz. Den leichten Nieselregen spüre ich nicht nur auf meinem Kopf und in meinem Gesicht, sondern sehe ihn auch wie einen Perlenvorhang im Schein des Flutlichts glitzern. Ich stehe in einem der beiden Tore, ich bin Tormann.
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O Tannebaum
Weihnachtswunsch in Zeiten von PEGIDA und Konsorten

O Tannebaum! Hier stünde die Krippe wahrscheinlich heute: in einem zerbombten Haus im Nahen Osten. (Die Stader Amnesty-Krippe in der Krippenausstellung in der Stader Kirche Cosmae et Damiani. Autor: Amnesty Stade. Datenschutzhinweis: Beim Anklicken des Bildes gelangen Sie auf Facebook und akzeptieren damit deren Datenschutz-Richtlinien!)
Nun, da die Türken anscheinend nicht nur wieder einmal vor Wien stehen, sondern es inzwischen sogar eingenommen zu haben scheinen und sich auf den Weg nach Dresden und das restliche Sachsen aufmachen — immerhin haben es knappe 2 Prozent bereits bis dorthin geschafft! —, um danach die ganze Republik und das restliche Abendland zu erobern, dessen diffuse Werte modernes Kreuzrittertum in Form von Zusammenrottungen wie der Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes (PEGIDA) und anderen …gidas ausgerechnet mit der Losung „Wir sind das Volk!“, die für ganz andere Ziele stand als für die, die es zu vertreten vorgibt, zu verteidigen trachtet, hier mein Weihnachtswunsch – in den Worten von Kurt Tucholsky (O Tannebaum):
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Wortschatz
Ich habe gelernt. Ich habe die Wörter gelernt. Ich habe die Zeitwörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen sein und gewesen gelernt. Ich habe die Hauptwörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen der Einzahl und der Mehrzahl gelernt. Ich habe die Umstandswörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen hier und dort gelernt. Ich habe die hinweisenden Wörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen diesem und jenem gelernt. Ich habe Eigenschaftswörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen gut und böse gelernt. Ich habe die besitzanzeigenden Wörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen mein und dein gelernt. Ich habe einen Wortschatz erworben.
Ode an Paris
– während ich an die Fahrt und an Max denke
Ich war nur Gast in dieser Stadt
Wir wurden nur bestellt um Möbel zu holen
Ich fand Paris – ein Häusermeer, eine Lichterstadt
Deine Weite überfliege ich vom Montmartre
wo Sacré-Cœur sein Auge über die Stadt wirft
Der Dunst, der Dich einhüllt, macht Dich groß … und weit
Je t’aime, ma belle cité
