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Mobbing — 4 Kommentare

  1. Da uns genetisch nur 2 % vom Menschenaffen unterscheiden sollen, kann man wohl mit Recht sagen, dass uns nicht allzu viel von der Tierwelt unterscheidet. Obwohl, Tiere sind oft menschlicher…

    Es gibt immer noch Menschen, die meinen, dass ihnen dergleichen nicht passieren kann und glauben sich in Sicherheit. Mögen sie es nie erleben.

    In Zeiten, in denen immer mehr Menschen

    – um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen und vor allem auch darum,
    – jemals wieder einen neuen zu bekommen, oder
    – mit jüngeren Zeitarbeitskräften konkurrieren

    gibt es immer wieder Entgleisungen, die bis zum Mobbing reichen, ganz davon abgesehen, dass es auch vertikale Mobbingformen gibt (Chef Mitarbeiter).

    Dass (horizontales) Mobbing möglich ist, ist m.E. auch Folge häufiger Inkompetenz in Personalführung auf mittlerer und höherer Ebene.

  2. Neuer Nachtrag: Ein sehr engagiertes Blog zum Thema mit vielen aktuellen Fällen findet sich auch unter Die-aktuelle-Antimobbingrundschau, wenngleich wenn die Schreibung mit Bindestrichen gewöhnungsbedürftig ist.

    Übrigens hatte ich früher selbst einen Mobbing-Fall gegenüber meiner Arbeitskollegin. Nach Meldung an meinen Vorgesetzten durch mich, weil sich meine Kollegin nicht traute (sie war völlig fertig mit den Nerven und weinte sogar, als sie mir davon berichtete!), und nach dessen Vorsprechen bei der Geschäftsleitung wurde der mobbende Mitarbeiter ganz schnell versetzt. Es kann also nur geraten werden, Fälle von Mobbing nicht auf sich beruhen zu lassen, sondern Maßnahmen dagegen zu ergreifen!

  3. Passend zum Thema:
    Was sagen die Gerichte zum Thema Mobbing? im Online Netzwerk Lernen

    Man soll nicht so schnell von Mobbing reden, weil die „Untaten“ mindestens ein halbes Jahr regelmäßig vorkommen müssen (man stelle sich vor, was das für das Opfer bedeutet), aber:

    Selbst wenn nach o.g. Begriffsbestimmung der Tatbestand des Mobbings (noch) nicht erfüllt ist, besteht Handlungsbedarf, wenn durch Konfliktsituationen der Betriebsfrieden gestört ist.

    Die Anfänge sind häufig schleichend und werden von den Betroffenen oftmals nicht bewusst registriert. Erste Mobbing-Anzeichen können das plötzliche Verstummen von Gesprächen bei Betreten des Raumes oder das Lächerlichmachen vor Kollegen und Vorgesetzten sein. Nicht die einzelnen kränkenden Handlungen gestatten die Bezeichnung Mobbing, sondern es ist vielmehr die Summe eines alltäglichen Verhaltens in Form der berühmten kleinen Nadelstiche, die über einen längeren Zeitraum (mindestens einmal pro Woche über ein halbes Jahr hinweg) systematisch und wiederholt auftreten.

    Je länger eine Konfliktsituation ignoriert wird, desto mehr besteht die Gefahr, dass sie sich zu einem Mobbingprozess ausweitet. Auch kann es bereits im Vorfeld, bei Streitigkeiten und anhaltenden Konfliktsituationen, zu Leistungsminderung und erhöhten Fehlzeiten kommen.

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