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Zitate über das Alter(n) — 6 Kommentare

  1. Du liebe Güte, das ist aber ein unangenehmes Thema, aber man kommt ja nun mal nicht daran vorbei.

    Ich denke oft darüber nach, wie mir irgendwie die Zeit davon rinnt und ich eigentlich viele angefangene Dinge mal endlich zu Ende bringen möchte. Tja, eigentlich. Allein, der Antrieb fehlt oft, denn morgen ist ja schließlich auch noch ein Tag, und nach einem Arbeitstag schaut man lieber mal ein doofes Actionfilmchen, anstatt sich seinen Hobbys zu widmen. In der Jugend habe ich komischer Weise mehr Zeit für das gefunden, was mir am Herzen liegt.

    Verdammte Prokrastination.

  2. Niemand liebt das Leben so wie einer, der alt wird.
    Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr – 65 n. Chr.)

    oder auch:

    Das schlimmste Übel ist ausscheiden aus der Schar der Lebendigen, ehe man stirbt.
    Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr – 65 n. Chr.)

    hi hi, da kenne ich welche…

    Und das wusste man schon vor sehr langer Zeit und gilt immer noch:
    Das Greisenalter, das wir alle zu erreichen wünschen, klagen alle an, wenn sie es erreicht haben.
    Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.)

    Tja, wenn man Leute so reden hört „Ich bin jetzt 39c“ um nicht zuzugeben, dass sie über 40 sind, dann fragt man sich, ob das Alphabet für einen (wirklich) älteren Menschen ausreicht. Man müsste sich vom Leben bewusst trennen, um nicht alt zu werden, aber Spaß macht das nun auch nicht gerade. Man weiß ja nicht, was man versäumt oder was man „danach“ zu erwarten hat.

    Ich hör es gern, wenn auch die Jugend plappert;
    Das Neue klingt, das Alte klappert.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

    Der alte Goethe hat selbstkritisch schmunzelnd den Nagel auf den Kopf getroffen. Achten wir also darauf, wann wir plappern und wann wir klappern, damit wir wissen, in welcher Phase wir uns befinden. 🙂

    • Danke für die vielen Ergänzungen!

      Hätte gern das eine oder andere Zitat im Eintrag übernommen, besonders das zweite von oben von Seneca, zumal das sehr gut zu dem Goethe in den Mund gelegten von Martin Walser passt, aber bei solchen Zitatesammlungen im WWW, aus dem diese wahrscheinlich herrühren, weiß man leider nie, ob sie tatsächlich von den dort angegebenen Urhebern stammen und ob sie auch inhaltlich richtig sind. Beispiel, um bei Seneca zu bleiben: Wir kennen alle „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“, doch das Original geht genau andersherum: „Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir“, weil Seneca damit den Schulbetrieb tadeln wollte!

      Siehe zum Thema verfälschte Zitate und wie sie sich verbreiten auch „Principiis obsta“ und dort besonders den Nachtrag am Ende des Beitrags!

        • Tja, in diesem Fall hat wohl irgendwann ein frustrierter Lateinlehrer den Sinn verkehrt, um die Motivation seiner genervten Schüler zu steigern.

          Das Zitat aus dem Faust II geht übrigens noch etwas weiter: „Am besten wär’s, euch zeitig todtzuschlagen“, was hier nur aus Gründen der Vollständigkeit der Reime unterschlagen wurde. Damit sich auch das reimt, folgt Mephistopheles mit „Der Teufel hat hier weiter nichts zu sagen.“

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