Mit dem Obstkorb ist es nicht getan!

Für das Wohlgefühl am Arbeitsplatz: das Feelgood Management

Hurra, darauf haben wir alle gewartet: das Feelgood Management, ein neues Berufsfeld, das Wohlgefühl an den Arbeitsplatz bringen soll! Eine Firma gibt sich als Sprachrohr dafür aus. Brauchen wir das wirklich? Der Autor meint: Nein, es zählen andere Dinge.
Lesen? Auf Titel klicken!

Favorite Das Leben hier ist nicht einfach!

Putzen, Studium, Prostitution — Frauen aus der Dritten Welt in Frankfurt

Ich bin vor einem Jahr hierhergekommen. Zuhause in Lateinamerika war ich vorher sieben Jahre lang Mathematiklehrerin. Ich habe alles zurückgelassen, weil ich gedacht habe, daß das Leben in Deutschland besser für mich sein könnte. […] Ich komme aus der Dritten Welt, und da denken die Menschen, daß Europa ein Paradies ist. Die ersten drei Monate hier waren für mich auch so. Aber dann war mein Geld zu Ende. Ich mußte Arbeit suchen. Seit diesem Tag hab ich Deutschland kennengelernt.

(aus dem Artikel „Pünktlichkeit und Hundescheisse [sic!]“ in Die Tageszeitung taz, Ausgabe für Frankfurt am Main vom 15. Mai 1979, Seite 10)

Während seines Studiums nahm der Autor auch an einem mehrsemestrigen Seminar über „Frauen und Dritte Welt in Frankfurt“ teil, das schließlich in einer Ausstellung mit der Präsentation der Ergebnisse seinen Abschluss fand. Im Rahmen dieses Arbeitskreises führte der Autor mehrere Gespräche mit Frauen aus der Dritten Welt, die aus den unterschiedlichsten Gründen nach Frankfurt kamen. Lesen Sie im Folgenden einige Auszüge daraus. Lesen? Auf Titel klicken!

Favorite Seltsame Früchte hängen von Pappeln

Das Lied Strange Fruit und seine mahnende Wirkung bis heute

Die Sängerin Billie Holiday gehört seit Langem zu den am meisten verehrten Künstlern des Autors. 1939 erschien das Lied Strange Fruit, das die Lynchmorde an Schwarzen thematisiert, zum ersten Mal von ihr gesungen. Nicht nur angesichts ihres hundertsten Geburtstages in diesem Jahr Zeit, sich wieder einmal an diese großartige Sängerin und besonders an dieses Lied zu erinnern!
Lesen? Auf Titel klicken!

Geisteswissenschaftler gesucht!

Unter den vielen, vielen Arbeitslosen finden sich nicht nur Un- oder Geringqualifizierte, sondern auch solche mit akademischer Bildung. Dies scheint zu grotesken Stellenausschreibungen und Berufsvorschlägen zu führen. Lesen? Auf Titel klicken!

Arbeit, unsere Religion?

Die meisten verarbeiten den größten Teil der Zeit, um zu leben, und das bißchen, das ihnen von Freiheit übrig bleibt, ängstigt sie so, daß sie alle Mittel aufsuchen, um es los zu werden. O Bestimmung des Menschen!

(aus Johann Wolfgang von Goethe: Die Leiden des jungen Werther, Hamburger Ausgabe von 1948)

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.

(aus Marie von Ebner-Eschenbach, eigentlich Marie Freifrau Ebner von Eschenbach: Aphorismen, in: Schriften, Band 1, Berlin 1893)

Arbeit ist unser Leben. Unser Leben ist Arbeit, und unsere Arbeit ist unsere Religion. Auch, wenn wir immer unzufriedener damit sind. Glauben Sie nicht? Machen Sie einen Test!
Lesen? Auf Titel klicken!

Korrekturassistenten gesucht

In Stellenangeboten stellen sich üblicherweise die Unternehmen vor und die ausgeschriebene Stelle wird beschrieben. Eine Stellenanzeige „Korrekturassistenten gesucht“ gibt allerdings größte Rätsel auf: Es scheint nämlich, als ob dort viel Arbeit wartet! Lesen? Auf Titel klicken!

Zitat

Wortschatz

Ich habe gelernt. Ich habe die Wörter gelernt. Ich habe die Zeitwörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen sein und gewesen gelernt. Ich habe die Hauptwörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen der Einzahl und der Mehrzahl gelernt. Ich habe die Umstandswörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen hier und dort gelernt. Ich habe die hinweisenden Wörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen diesem und jenem gelernt. Ich habe Eigenschaftswörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen gut und böse gelernt. Ich habe die besitzanzeigenden Wörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen mein und dein gelernt. Ich habe einen Wortschatz erworben.

(Aus Peter Handke: Selbstbezichtigung, in: Publikumsbeschimpfung und andere Sprechstücke, Frankfurt am Main 1966)